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Salar de Uyuni – Salzseen und Salzwüste

Das Dorf Uyuni hat außer dem skurrilen Lok- und Zugfriedhof Cementerio de Trenes, der aber durchaus sehenswert ist, nicht viel zu bieten, außer der Tatsache, dass von Uyuni hunderte von Touren starten, die alle dasselbe Ziel haben – die berühmten Salzseen, die Salar de Uyuni. Würde das Dorf nicht direkt an den Salzseen anschließen, wären die etwa 12.000 Einwohner sicher auch bereits woanders hingezogen und Uyuni wäre eine Geisterstadt. Aber durch den Lagevorteil kommen jedes Jahr tausende Touristen und starten ab Uyuni ihre mehrtägige Tour durch ein Landschaftsabenteuer der salzigen Art – ein absolutes Highlight jeder Bolivienreise.

Ausflugsziele

Mit dem 4×4-Geländewagen startet die Tour ab Uyuni in die 12.000 km² große Salzwüste auf 3660 m Höhe. Rund ums Jahr kann der Salar der Uyuni besucht werden. In der Trockenzeit zeigt die Salzwüste ihr einzigartiges Bienenwabenmuster. In der Regenzeit von November bis April werden 10 Milliarden Tonnen Salz von einer dünnen Wasserschicht überzogen. Ganz gleich zu welcher Jahreszeit – die Salar de Uyuni wirkt immer wie ein riesiges, faszinierendes Meer inmitten der Berge. Besucht werden bei fast allen Touren das ehemalige Salzhotel, welches heute als Museum dient, der Ort Colchani, an dem vermummte Männer Salzblöcke schlagen, die das Salz für den internationalen Markt liefern, die Insel Isla de Pescado (Incahuasi) mit ihren außergewöhnlichen Riesenkakteen sowie das Dorf San Juan, in dem übernachtet wird.

Geysirfeld Sol de Mañana – Foto: Thomas Kimmel

Südlich der Salzseen schließt sich eine zauberhafte Landschaft aus surrealen, erodierten Felsformationen, brodelten Geysiren und farbenfrohen Lagunen mit Scharen von rosafarbenen Flamingos an – die Siloli-Wüste. Südlich der Wüste liegt das Naturreservat Reserva Eduardo Avaroa. Eine Vielzahl der Reisenden bucht eine mehrtägige Tour mit Fahrt durch dieses Gebiet. Nach dem 1. Tag im Salar erkundet man am 2. Tag die blauen, roten und grünen Lagunen. Immer wieder erblickt man bizarre Felsstatuen, die von den eisigen Winden über die Jahre erschaffen wurden. Vicuñas oder andere Tiere kreuzen den Weg und an den Lagunen tummeln sich hunderte Flamingos. Am Folgetag steht das beeindruckende Geysirfeld Sol de Mañana und zahlreiche Lagunen, in denen sich die Vulkane spiegeln, auf dem Programm. Nicht weit entfernt ist der 7 m hohe Árbol de Piedra, der versteinerte Baum inmitten der Wüste. Die Tour endet wieder in Uyuni oder man fährt weiter nach Chile oder Argentinien.

Es ist definitiv empfehlenswert an einer organisierten Tour durch die Salar de Uyuni und den Nationalpark teilzunehmen. Erstens, weil man so mehr und detailliertere Informationen erhält und zweitens, weil die Fahrt über den Salar, unter dem sich überwiegend Wasser befindet, entlang genauer Wege befahren werden muss, damit man nicht einbricht. Auch in den übrigen Gebieten sollte man die Strecke gut kennen, da es keine ausgebauten Straßen und keine Beschilderungen zur Orientierung gibt.

Am Rande der Salzseen thront der über 5000 m hohe Vulkan Tunupa (Cerro Tunupa), der durch seine bizarren Formen und farbenfrohen Gesteinsschichtungen besticht. Von Coquesa aus kann bei einem Trekkingausflug (Aufstieg ca. 3-4h) der Vulkan Tunupa erklommen werden. Von eisblauen Lagunen umgeben bietet sich von oben ein beeindruckendes Panorama auf eine mondähnliche Landschaft. Auf halber Strecke nach oben befindet sich übrigens die Höhle der 7 Mumien. Obwohl die Mumien, die rituell beigesetzt wurden, schon 3000 Jahre alt sind und noch vor der Zeit der Inkas stammen, sind sie sehr gut konserviert durch die trockene Luft. Gegen eine Gebühr kann man sich in Coqueza einen Schlüssel zur Höhle besorgen, die durch eine Stahltür gesichert ist.

Übernachten

Salzhotel Uyuni

Schlafen kann man während der Tour in sehr einfachen Unterkünften, die teilweise aus Salz gefertigt sind, mittlerweile aber auch in schicken Hotels, welche entlang der Strecke errichtet wurden. Bucht man nur eine Tagestour, kehrt man abends zurück nach Uyuni oder übernachtet am Rande des Salars in einem Salzhotel (4-Sterne-Hotel De Sal Luna Salada in Colchani). Am Fuße des Vulkanes gibt es einige Lodges.

Beste Reisezeit

Die Salar de Uyuni können zwar ganzjährig besucht werden, aber die beste Reisezeit ist im Frühling (April und Mai) und Herbst (September – Dezember). Aufgrund der starken Temperaturschwankungen zwischen 20°C am Tag und -30 °C in der Nacht ist warme Bekleidung notwendig. Insbesondere in den Wintermonaten von Juni bis August fallen die Temperaturen in eisige Bereiche. Zur Regenzeit zwischen November und April ist die Oberfläche der Salar zwar von Wasser überschwemmt, bleibt aber befahrbar und der blaue Himmel zeigt schöne Reflexionen, die beeindruckende Fotomotive abgeben.

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