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La Paz – Die Andenmetropole

La Paz ist der Regierungssitz Boliviens und die am höchsten gelegene Großstadt der Welt. Der höchste Punkt der Andenmetropole liegt bei ca. 4100 m und der niedrigste bei 1000 m, was einen Temperaturunterschied von 10° C im Schnitt verursacht. La Paz, die bekannteste Stadt Boliviens mit ihren indigenen Märkten, Kolonialbauten, Museen, Kirchen und Einkaufsstraßen sowie der reizvollen Umgebung machen einen Aufenthalt sehr lohnenswert.

Faszinierend ist die Andenmetropole bereits bei der Ankunft, wenn der tief eingeschnittenen Talkessel des Río Choqueyapu erreicht und die Vielfalt der Architektur sichtbar wird. Nachts leuchtet ein eindrucksvolles Lichtermeer vom Grunde des Tals über gut 1000 Höhenmeter hinauf zu den umliegenden Berghängen, wie den Illimani. Im Norden auf etwa 4100 m entdeckt man die einfachen Ziegelhütten der Indios von El Alto, im Süden, etwa 900 m niedriger, sind die Villen der Wohlstandsgesellschaft auszumachen. Ein Spaziergang durch die verschiedenen Stadtteile ist besonders lohnenswert, um die zahlreichen Kontraste kennenzulernen.

Die Stadt Nuestra Senora de La Paz wurde 1548 gegründet. Neben der windgeschützten Lage, sahen die Spanier vor allem die strategische günstige Lage. So wurde die Stadt schnell zum Knotenpunkt der Region auf der Silberroute von Potosí nach Lima sowie dem Coca-Handelsweg aus den Yungas.

Sehenswertes

#author#Thomas Kimmel#/author#Markt in La Paz

Das Zentrum mit seinen hübschen Kirchen und zahlreichen Museen kann gut zu Fuß erkundet werden. Besonders beliebt und sehenswert ist die Einkaufsstraße Sagárnaga mit einer Vielzahl an bolivianischem Handwerk. Wer noch Souvenirs sucht ist hier goldrichtig.

Auf der Calle Linares hingegen befindet sich der sogenannte Hexenmarkt, wo Pülverchen, Elixiere, Heilkräuter und Glücksbringer (Lamaföten) gegen jegliche Pein feilgeboten werden. Erschöpft von der dünnen, kalten Höhenluft laden die zahlreichen lokalen und internationalen Restaurants und Cafés zum Aufwärmen ein. Wer mag, kann auch den Mate de Coca probieren, der gegen Probleme mit der Höhenluft hilft. Seit 2014 gibt es eine neue Attraktion in La Paz – die Seilbahn Teleférico, welche die Stadt La Paz mit El Alto verbindet und damit auch der Flughafen von La Paz erreicht wird. Mit derzeit 10 Seilbahnlinien (Stand Mai 2019) ist es das größte Seilbahnnetz der Welt.

Mitten in La Paz befindet sich San Pedro – eine sehr bizarre Gefängnisstadt. Die Staatsmacht endet genau an der Gefängnispforte, alles was innerhalb der Mauern geschieht, regeln die Insassen unter sich. Wer Geld hat, kann sich ein Luxusapartment mit eigenem Pool leisten, wer arm ist, wohnt in dunklen nassen Löchern – ein Trauerspiel. Noch vor Jahren führte ein dort gefangener Brite Touristen durch die Gefängnisstadt und schrieb nach seiner Entlassung einen Bestseller „Marching Powder“. Dies war den Verantwortlichen ein Dorn im Auge, so dass Sie diese Touristenführungen verboten – zumindest auf legalem Weg.

Übernachten

Das Übernachtungsangebot ist sehr vielfältig und in allen Preisklassen vertreten. Wem die Höhenluft nichts ausmacht, der wohnt höher und damit preiswerter schon ab 30 € im DZ (Doppelzimmer). In tieferen Lagen muss dagegen der 4-5-fache Preis für ein DZ bezahlt werden.

Infrastruktur

Internationaler Flughafen „El Alto“ mit Verbindungen nach Cochabamba, Sucre, Santa Cruz, Rurrenabaque, Uyuni, Busterminal Terrestre (Hauptabfahrtsort), Hauptpost, Tourist-Information, Internetcafés (vor allem im tiefergelegenen Viertel), Deutsche Botschaft, Restaurants, Kneipen, Bars und Clubs im Stadtteil Sopocachi, Einkaufsstraßen und Märkte, Touren- und Mietwagenanbieter

Ziele in der Umgebung

Um die Andenmetropole herum, finden sich zahlreiche Orte für einen Halb- oder Ganztagesausflug. Die eindrucksvolle Landschaft der tief eingeschnittenen Täler und Schluchten umgeben von hohen Bergen und interessanten Steinformationen bringt Besucher und Trekkingfreunde zum Staunen.

Fährt man Richtung Südosten erreicht man La Muela del Diablo, den sogenannten Teufelszahn, welcher die bizarre Landschaft überragt. Ein Rundgang führt in das pittoreske Örtchen Mallasa. Kletterer und Wanderer können sich hier gut an die Höhe gewöhnen.

#author#Archiv#/author#La Paz Mondtal

Ganz in der Nähe von La Paz eröffnet sich hinter einem großen Kakteengarten eine zauberhafte Landschaft mit bizarren Felsformationen und Säulenpyramiden. Das „Valle de la Luna(Mondtal) ist ein beliebtes Ausflugsziel, sollte jedoch aus Sicherheitsgründen hinsichtlich Kleinkriminalität lieber in einer organisierten Tour besucht werden.

Noch interessanter ist das „Valle de las Ánimas“, das Tal der Seelen, südöstlich von La Paz. Um möglichst viel dieser einzigartigen Umgebung zu erkunden, lohnt sich ein Rundgang von 4-5 Stunden. Von Ovejujo aus geht es durch ein ausgetrocknetes Flusstal, vorbei an erodierten „Fels-Orgelpfeifen“, über Steilwände zu einem atemberaubenden Panoramablick über La Paz. Folgt man dem Weg weiter, so gelangt man in den Palca-Canyon, dessen rotes Gestein in den Farben der kargen Umgebung hervorsticht.

Ebenfalls im Südosten der Großstadt liegt der „Inti Illimani“. Der 6439 m hohe Berg ist mit seinen drei schneebedeckten Gipfeln schon von weitem zu erkennen und beliebtes Ziel der Bergsteiger.

Der Gipfel des Chacaltaya ist auch ein schönes Ausflugsziel, obwohl sein Gletscher, auf dem einst das höchste Skigebiet der Welt lag, seit 2009 verschwunden ist. Der 5320 m hohe Gipfel ist einfach zu besteigen und bietet eine herrliche Aussicht über die umliegende Bergwelt.

Die Ruinen von Tiwanaku gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählen zu den wichtigsten prähispanischen Stätten Boliviens, die unweit des Titicaca-Sees liegen.

  • Valle de la luna, das Mondtal: Achtung Kleinkriminalität, nur als organisierte Tour ratsam (ca. 12 km)
  • Valle de las Ánimas und der Palca-Canyon (ca. 20 km)
  • La Muela del Diablo, der sogenannte Teufelszahn für Kletterer und Wanderer (ca. 20 km)
  • Gipfel des Chacaltaya (ca. 30 km)
  • UNESCO-Weltkulturerbe Ruinen von Tiwanaku (ca. 75 km)
  • Besteigung des 6.439 m hohen Inti Illimani (ca. 80 km)
  • Titicaca-See (ca. 100 km)
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Bolivien

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