Weitere praktische Informationen für Bolivienreisen

Öffnungs- und Geschäftszeiten

In Bolivien gibt es keine offiziellen Geschäftszeiten. Im Allgemeinen sind die Öffnungszeiten von Behörden, Büros und Geschäften unter der Woche von 9 Uhr bis etwa 12:30 Uhr morgens und dann von 15 Uhr bis 19:30 Uhr nachmittags, plus minus eine Stunde.

Die großen Banken in den Städten machen oftmals gar keine Mittagspause. Allen anderen ist die Siesta am Mittag jedoch sehr heilig. Kleinere Läden oder Souvenirshops haben oftmals bis in die Nacht hinein und ebenfalls am Sonntag geöffnet. Auf dem Land gelten wiederum oft andere Zeiten und manchmal muss man in kleinen Läden auch einfach klingeln oder nachfragen.



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Zeitverschiebung

Während der sogenannten Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) zwischen März und Oktober beträgt der Zeitunterschied zu Bolivien -6 Stunden. Wenn es also in Deutschland 12 Uhr mittags ist, ist es in Bolivien erst 6 Uhr am Morgen. Sie müssen Ihre Uhr während des Fluges nach La Paz daher um 6 Stunden zurückstellen.
Während der Winterzeit (MEZ) zwischen Ende Oktober und Ende März beträgt die Zeitverschiebung zu Bolivien eine Stunde weniger, also nur -5 Stunden.



Kommunikation/Telefon/Internet

Telefonieren nach oder aus sowie innerhalb Boliviens ist inzwischen sehr gut möglich. Die nationale Telefongesellschaft Entel hat inzwischen bereits in einigen entlegenen Dörfern im Hochland Telefonhäuschen errichtet. In den Städten kann man in den Cabinas des Entelgebäudes oder in einem der vielen Telefonläden seine Anrufe tätigen. Für internationale Anrufe aus Bolivien gibt es teilweise äußerst günstige Angebote.

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Bolivien ist 00591, von Bolivien nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Möchte man innerhalb Boliviens telefonieren, so hat man lediglich drei verschiedenen Vorwahlen für die Departamentos:
La Paz, Oruro, Potosí: 02
Pando, Beni, Santa Cruz: 03
Cochabamba, Tarija, Chuquisaca: 04

Faxen kann man ebenfalls von vielen Telefonbüros aus. Die Kosten sind jedoch recht hoch.

Um in Bolivien mobil erreichbar zu sein, kann man sich vor Ort in einer der Filialen von Entel, mittlerweile aber auch in zahlreichen Supermärkten, Tankstellen, an Kiosken oder in kleineren Läden, eine heimische SIM-Karte holen. So kann man günstig selbst innerhalb Boliviens telefonieren und die Daheimgebliebenen können ebenfalls günstig anrufen. Mit der eigenen SIM-Karte kann man natürlich auch telefonieren, die Roaminggebühren sind jedoch oftmals sehr hoch.


NOTRUFNUMMERN: Polizei: 110 ; Feuerwehr: 119 ; Krankenwagen: 118.

Internetcafés findet man inzwischen fast überall in Bolivien. Die Kosten für eine Stunde Internet sind sehr gering. In abgelegenen Gebieten hat man wiederum nicht immer Internet oder es ist sehr teuer.






Postdienste

Postdienste werden in Bolivien von der Empresa de Correos de Bolivia (ECOBOL) durchgeführt. Diese hat fast in jeder Stadt eine Filiale. Die Einrichtungen sind jedoch oftmals veraltet und der Service ist ein ganz anderer als bei uns. Vieles dauert oftmals einige Zeit länger.
Eine Postkarte oder ein Brief nach Europa kostet umgerechnet etwa einen Euro. Zwischen 10 und 14 Tagen sollte man einplanen bis der Empfänger sie erhält.
Eilige und umfangreichere Sendungen bzw. Pakete kann man auch mit anderen Anbietern wie z.B. DHL versenden. Innerhalb Boliviens auch mit dem Versender IBC.



Stromversorgung

Die Stromversorgung in Bolivien ist unterschiedlich. Die Standardnetzspannung liegt bei 220V. In anderen Regionen kann sie hingegen nur 110V betragen. Es ist ratsam einen Adapter für amerikanische Flachkontakte mitzuführen.
Vor allem in kleineren Städten gibt es nachts teilweise Stromsperren (z.B. zwischen 24 und 5 Uhr). In abgelegenen Gebieten (z.B. Amazonasgebiet) gibt es manchmal gar keinen Strom oder nur für die Abendstunden einen Generator. Deshalb ist die Mitnahme einer Taschenlampe von Vorteil.



Foto & Film

In allen Städten und oft auch in kleineren Ortschaften kann man problemlos zumindest Negativ-Filme kaufen. Da diese aber in aller Regel um einiges teurer sind als in Deutschland und überdies manchmal auch überlagert, raten wir Ihnen, ausreichend Filme von zu Hause mitzubringen. Sollte man längere Wandertouren, bspw. mit Zeltübernachtungen, planen, so sollte man ebenso an Ersatzakkus bzw. Batterien denken.
In allen Städten kann man mittlerweile problemlos die gängigsten Speicherkarten kaufen. Darüber hinaus besteht oft auch die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Das Beste ist natürlich, Sie planen von Anfang an mit ausreichend Speicherkapazität. So müssen Sie Ihre wertvolle Reisezeit nicht im Internetcafé verbringen.



Versicherungen

Wir empfehlen Ihnen dringend den Abschluss einer privaten Reisekrankenversicherung, da die in Bolivien anfallenden Behandlungskosten nicht von der gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland übernommen werden. Die Auslandskrankenversicherung sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rücktransport nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird, ist zwar äußerst gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Prüfen Sie ebenfalls die Leistungen Ihrer Privathaftpflicht- sowie Ihrer Unfallversicherung. Bei Buchung über einen Reiseveranstalter, berät dieser Sie ebenfalls.


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Bolivien ist größtenteils ein sicher und angenehm zu bereisendes Land. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier Probleme mit Straßenkriminalität, angefangen von kleineren Taschendiebstählen über organisierte Banden auf Märkten und in Fußgängerzonen bis hin zu bewaffneten Überfällen nachts in dunklen Seitenstraßen oder fragwürdigen Vierteln. Dies ist vor allem durch die weit verbreitete Armut und der faktisch nicht vorhandenen sozialen Unterstützung durch den Staat bedingt. Menschen, die keine Arbeit haben, bekommen auch kein Geld und leben meist von der Unterstützung ihrer Familien. Hat diese auch nicht genügend Geld um zu überleben, bleibt meist nur der Weg in die Kriminalität.

Man sollte sich vor Augen halten, dass ein Großteil der Bevölkerung weit unter dem Existenzminimum lebt. In den Augen dieser Menschen ist jeder ausländische Tourist unermesslich reich, egal ob dies nach unseren Maßstäben tatsächlich der Fall ist oder nicht. Daher gilt die weit verbreitete Meinung, dass eine kleine Umverteilung zu Gunsten der ärmeren Bevölkerung nur gerecht ist. Es gibt deshalb eine Vielzahl von außerordentlich geübten und geschickten Taschendieben, die oft in Gruppen arbeiten. Vor allem bei größeren Menschenansammlungen, wie z.B. auf Märkten, Bahnhöfen oder während der Fahrt im Bus oder Zug besteht die Gefahr, einiger Dinge entledigt zu werden. Dies gilt naturgemäß besonders in den Touristenzentren.










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