Verhalten als Reisender in Bolivien

Anderer Kontinent, andere Kulturen, andere Sitten – Abwechslung ist das Besondere an einem Urlaub, verlangt aber auch ein gewisses Maß an Offenheit und Anpassung. Als Reisender sollte man sich bestimmten Gewohnheiten im Land anpassen bzw. generelle Reiseregeln beachten.

Generell hat Bolivien keinen gesonderten Verhaltenskodex. So lange man sich höflich und freundlich verhält, macht man alles richtig. Geduld sollte man jedoch auch mitbringen, wenn einige Dinge etwas länger dauern als man es im Heimatland gewohnt ist. Aufbrausendes Verhalten wird als sehr negativ empfunden und beschleunigt nichts.

Zu den folgenden Themen werden häufig Fragen gestellt und in einigen Ländern gibt es doch Unterschiede.


Filmen / Fotografieren

Landschaften, Flora oder Fauna, die Menschen, aber auch alles andere in Bolivien bieten Ihnen einen unglaublichen Reichtum an Motiven.
Zu filmen oder zu fotografieren ist natürlich, wenn nicht anders angegeben, kein Problem. Allerdings sollten Sie darauf achten, ob sich nicht ein Militärgelände oder Ähnliches in der Nähe befindet – dies auf der Linse einzufangen, könnte zu Schwierigkeiten führen.


Bei Personen sollte man immer erst höflich um Erlaubnis fragen. Manche lassen sich z. B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Vor allem haben indianische Frauen Angst davor, dass durch das Foto ein Teil ihrer Seele beschädigt werden würde. Generell ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen verboten.

Achten Sie ebenfalls, zu Ihrer eigenen Sicherheit, darauf eine teure Kamera nicht ununterbrochen jedem zu präsentieren.






Trinkgeld

Das Zahlen von Trinkgeldern ist in Lateinamerika weiter verbreitet als in Deutschland. In ausgesprochenen Touristenzentren wird dies oft sogar erwartet. Grundsätzlich gilt dies auch in Bolivien.

In Restaurants gibt man dem Kellner etwa 5 – 10% der Rechnung als Trinkgeld. Ab und zu ist der „servicio“ bereits mit etwa 10% in den Endbetrag eingerechnet, was dann auf der Rechnung ausgewiesen ist.
Guides und Busfahrer erhalten zwar ein marktübliches Gehalt, freuen sich aber selbstverständlich auch über eine kleine „Sonderzuwendung“ durch die Reisenden. Diese hängt von Ihrer eigenen Zufriedenheit und dem Umfang der Leistung zusammen. Bei kurzen Bus- oder Taxifahrten ist es hingegen unüblich Trinkgeld zu geben.
Gepäckträgern sollte man zur Anerkennung ihrer Dienste ein paar Pesos geben.

Die Höhe des Trinkgeldes sollte in Abhängigkeit von der Position der Person (ein Träger erhält weniger als ein studierter Guide) und der Leistung des Betreffenden gezahlt werden. Eine besonders freundliche und hilfsbereite Arbeitsauffassung sollte in jedem Fall auch stärker honoriert werden als ein eher mittelmäßiges Auftreten. Andererseits sollte man die Zahlungen auch nicht auf ein astronomisches Niveau treiben und so womöglich die örtlichen Preise und Gepflogenheiten nachhaltig verändern. Sollten Sie an einer organisierten Reise teilnehmen, so wird Ihnen Ihr Tourenleiter mit weiteren Tipps zu Trinkgeldern behilflich sein.















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