Essen & Trinken in Bolivien

Die Küche Boliviens ist reichhaltig, aber eher einfach. Dennoch findet man für deutsche Gaumen unbekannte Köstlichkeiten, die man während eines Bolivienbesuchs testen sollte. Wie in vielen anderen Ländern, unterscheidet sich die Küche Boliviens von Region zu Region. Am besten speist die Reisende in den kleinen landestypischen Restaurants. In den Städten gibt es landestypische Küche und internationale Restaurants, was einen längeren Aufenthalt etwas abwechslungsreicher werden lässt. Ebenfalls richtig leckere Gerichte werden auf den Märkten angeboten. Bei den zahlreichen Straßenständen gibt es qualitativ hochwertiges Essen. Auch hier gilt die Regel: „Cook it, peel it or forget it.“ – “Kochen, schälen oder vergessen.”, um während des Urlaubs bei guter Gesundheit zu bleiben.



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Essen in Bolivien

Die meisten Gerichte der bolivianischen Küche bestehen aus Kartoffeln und/oder Reis, Mais oder anderem Gemüse sowie einem Stück Fleisch, oftmals Rind oder Huhn. Kartoffeln, Mais und Quinoa wurden bereits von den Inkas hier kultiviert und sind bis heute fester Bestandteil andiner Küche geblieben, da diese auch am häufigsten von Bauern angebaut werden. Die Kartoffeln gibt es in mehreren Hundert verschiedenen Sorten, wobei für die typischen Gerichte oft dieselbe Sorte verwendet wird. Beliebt sind außerdem „Chunos“, Kartoffeln, die vor dem Verzehr luftgetrocknet wurden. Auch beim Mais wird man verschiedene Sorten probieren können.




Trinken in Bolivien

Bolivianische Getränke sollte man ebenfalls probieren. Weit verbreitet sind bei den Einheimischen leider eher die süßen Limonaden oder Importgetränke wie Coca Cola, was sehr schade ist, da man in Bolivien viele leckere Säfte, Bier, Wein oder Tee findet. Besonders beliebt sind die frischgepressten Fruchtsäfte, die es in vielen Restaurants, aber auch an zahlreichen Straßenständen gibt. Dabei werden alle möglichen tropischen Früchte mit Wasser oder Milch gemischt.
Bei den Heißgetränken gibt es neben nicht ganz so besonderem Kaffee, aber einem vielfältigen Angebot an Tee, vor allem den Cocatee, den man mindestens einmal probiert haben sollte. Der „Mate de Coca“, bei dem Cocablätter mit heißem Wasser übergossen werden, hilft auch gegen die Höhenkrankheit, die aufgrund der Geographie des Landes doch viele Reisende betrifft. Zum Frühstück gibt es „Api“, einen süßen Tee, bestehend aus aufgegossenem Mais, Zitrone, Gewürznelken und Zimt.
Ein weiteres interessantes bolivianisches Getränk ist Chicha – dieses säuerlich schmeckende Maisbier wurde von der peruanischen Wari-Kultur erfunden und ist seitdem in den Andenregionen sehr beliebt. Die traditionelle Herstellung, bei welcher die alkoholische Gärung beim Kauen des Mais durch das Reagieren mit dem Speichel hervorgerufen wird, ist nicht jedermanns Sache. Heutzutage wird es aber auch industriell hergestellt und ist weiterhin sehr beliebt. Daneben existieren in Bolivien jedoch auch andere gute Biersorten, die teilweise stark deutsch beeinflusst sind. Die besten Marken sind Sureña, Potosina, Huari oder Pacena. Weintrinker finden in Bolivien ebenfalls gute Sorten, z.B. der Marken Kohlberg oder La Concepción, im Vergleich zu Chile oder Argentinien fällt die Auswahl jedoch gering aus.




Gerade beim Essen und Trinken sollten einige Regeln beachtet werden, um gesund zu bleiben: Trinken Sie nur aus versiegelten Flaschen oder nutzen Sie Wasseraufbereitungsmittel und kochen es ab. Achten Sie darauf, dass das Essen ausreichend gekocht oder gebraten wurde. Vor allem bei Früchten gilt wie oben erwähnt: „boil it, peel it or forget it“, also kochen, schälen oder lieber die Finger davon lassen. In guten Hotels oder Restaurants kann man das Essen jedoch auch so genießen.









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